Milchkefir

Milchkefir ist ein Getränk, das im Gegensatz zu den Milchprodukten aus dem Lebensmittelhandel lebende Bakterien und Hefen enthält. Diese lebenden Inhalte wirken sich auf die Darmflora aus. Daher ist es besser, man gewöhnt sich mit kleineren Mengen daran.

Zur Ihrer Herstellung benötigt man Milchkefirknollen. Diese ernähren sich vom Milchzucker, d.h. im fertigen Milchkefir ist der Milchzucker abgebaut.

Die Herstellung ist ganz einfach: man legt ca. 1 EL Kefirknolle(n) in 1 L beliebige Milch ein. Ein Bügelglas ist ein gut passendes Gefäß dafür. Kefir rein, Milch rein, verschließen. Das läßt man 1-2 Tage bei Zimmertemperatur stehen (direkte Sonneneinstrahlung vermeiden). Wenn der Kefir die gewünschte Konsistenz hat, kommt er nochmal ca. 24h in den Kühlschrank. Dann gießt man den Kefir durch ein Sieb ab und kann einen  neuen Ansatz beginnen.

So unspektakulär sieht das aus:

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Noch eine Bemerkung zur Milch: in vielen Anleitungen findet man „abgekochte Rohmilch“. Wenn man das zwingend bräuchte, könnten viele garkeinen Kefir haben, da Zugang zu Rohmilch sehr selten und oft sehr aufwändig ist. Auch wird immer wieder behauptet, homogenisierte Milch würde nicht funktionieren, dem ist jedoch nicht so. Richtig ist, daß der Kefir dann in einer flüssigeren Konsistenz bleibt. Das hat aber keine weiteren Auswirkungen. Nicht-homogenisierte Milch ist leider eine Seltenheit. Manchmal findet man noch eine innerhalb des Frischmilch-Angebots. Trotzdem muss man nicht auf Milchkefir verzichten, wenn man keine Rohmilch oder nicht-homogenisierte Milch findet. Die Herstellung klappt auf jeden Fall auf mit homogenisierter Milch.

Einen ganz besonderen Milchkefir bekommt man, wenn man ihn in Kokosmilch (ohne Zusatzstoffe) einlegt. Gute Erfahrungen habe ich mit der Kokosmilch der Marke Aroy-D gemacht. Für einen Ansatz  in 1 L benötigt man nur ein paar mehr Knollen (ca. 2EL) oder mehr Zeit.

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