Jun Teepilz

Am 06.02.2016 startete ich meinen zweiten Versuch, Jun Teepilze (Jun SCOBY) zu kultivieren.

Netterweise bekam ich aus Östereich gleich zwei Zöglinge mit viel Ansatzflüssigkeit zugeschickt.

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Jun SCOBY setzt man im Gegensatz zu normalem Kombucha (Teepliz für Schwarztee mit Zucker) mit grünem Tee und Honig an.

Folgendes wird für den Anfang empfohlen:

  • nur mit der mitgelieferten Ansatzflüssigkeit, der gleichen Menge Grüntee und einem TL Honig beginnen, eine größere Menge Ansatzflüssigkeit herzustellen
  • mit einem starken Ansatz kann nach Eingewöhnung des Jun später im Verhältnis 1:10 weitergearbeitet werden.

Grundrezept:

  • man benötigt ein Gärgefäß aus Glas oder Edelstahl, mit dem Volumen der gewünschten Getränkemenge, pro Liter Getränke 1 l Wasser, 8 g Grüntee, mindestens 100 ml Ansatzflüssigkeit, ca. 80-100 g Honig, zum späteren Abdecken des Gärgefäßes ein Küchentuch und einen Gummiring
  • Wasser zum Kochen bringen, Grüntee übergießen und 10-15 min ziehen lassen. Danach den Tee abgießen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen!
  • Der abgekühlte Grüntee, die Ansatzflüssigkeit und der Jun SCOBY kommen nun ins Glas. Das Glas wird dann mit einem Küchentuch abgedeckt, welches mit einem Gummiring gefestigt wird. Das Glas stellt man am besten an einen warmen Ort, welcher nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Sauerstoffzufuhr muss aber gewährleistet sein.
  •   Es ist egal, ob der SCOBY sinkt oder an der Oberfläche schwimmt! Wenn er sinkt, macht er Platz für einen neuen und schwimmt er obenauf, wird er dicker.
  • Je nach Temperatur, Stärke der Ansatzflüssigkeit, Größe des Teepilzes, Art des verwendeten Honigs usw. dauert es in etwa 3 bis 5 Tage, bis das Getränk fertig ist. Man kann ihn auch wesentlich länger (mehrere Wochen) fermentieren lassen, dann bekommt er einen milden Geschmack.

Diese zwei Bügelgläser stehen nun hier in der Küche in einem dunklen Eck:

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Das passiert, wenn man den Ansatz mehr als sieben Tage in Ruhe läßt: an der Oberfläche wird es glibberig und es bildet sich ein neuer SCOBY. Diesen läßt man einfach wachsen, bis er mindestens einen halben Zentimeter dick ist. Mittlerweile habe ich also schon vier SCOBYs.

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